ACTONEL 30 mg Filmtabletten

Art.Nr.:
02237717
Packungsinhalt:
14 St Filmtabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
Teva GmbH
Reimport:
nein
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Ihr Preis: 59,61 EUR
inkl. 19 % MwSt.
 
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift in den Knochenstoffwechsel im Körper ein. Die Knochen befinden sich ständig im Umbau, indem bestehende Knochensubstanz ab- und wieder aufgebaut wird. Ist genug "Baumaterial", wie Kalzium und Vitamin D, vorhanden, kann der Wirkstoff den Aufbau gesunder Knochensubstanz fördern und den Abbau vermindern. Außerdem vermindert der Wirkstoff in höherer Dosierung den krankhaften Anbau von Knochensubstanz an bestehende Knochen oder Ablagerungen ins Gewebe (Gewebeverknöcherung).
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Erkrankungen der Speiseröhre
- Kalziummangel
- Vitamin-D-Mangel
- Nebenschilddrüsenerkrankungen

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Durchfälle
 - Bauchschmerzen
 - Verstopfung
 - Magenschleimhautentzündung
 - Entzündung des Zwölffingerdarms
- Schäden an der Speiseröhre, bei Auftreten folgender Symptome, die ohne erkennbare Ursache und lang anhaltend sind, suchen Sie bitte sofort ihren Arzt auf:
 - Schluckstörungen
 - Sodbrennen
 - Schmerzen hinter dem Brustbein
- Entzündungen der Speiseröhre
- Geschwüre in der Speiseröhre
- Kopfschmerzen
- Untergang von Knochengewebe (Osteonekrose) des Kiefers
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Gelenkschmerzen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Morbus Paget


Was ist das? - Definition
Bei der Knochenerkrankung Morbus Paget läuft der Knochenstoffwechsel auf Hochtouren. Dadurch kommt es an einer oder mehreren Stellen zu einem übermäßigen Knochenumbau, der zu verdickten, aber brüchigen Knochen führt. An der langsam fortschreitenden Krankheit leiden vor allem ältere Menschen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Ost(e)itis deformans
 - Osteodystrophia deformans
 - Paget-Erkrankung


Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genaue Krankheitsursache ist nicht bekannt; neuere Studien weisen auf genetische Ursachen oder eine Virus-Infektion hin. Fest steht, dass der Knochenstoffwechsel der Betroffenen gestört ist. Bei gesunden Menschen befinden sich die Auf- und Abbauprozesse von Knochengewebe im Gleichgewicht. Anders bei Morbus-Paget-Patienten: Bei ihnen ist dieses Gleichgewicht gestört - sie bauen verstärkt Knochenmaterial ab. Als Reaktion darauf bildet der Körper unkontrolliert neues Knochengewebe, das allerdings weicher und somit anfälliger für Verformungen und Brüche ist als gesunde Knochen.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Meist sind die Beschwerden uncharakteristisch. In vielen Fällen berichten Betroffene von lokalen Knochenschmerzen. Mitunter ist der hochtourige Knochenstoffwechsel durch die Haut als Überwärmung spürbar. Durch die veränderte Belastbarkeit des neuen Knochengewebes kann es zu Fehlbelastungen, Muskelverspannungen und -krämpfen kommen. Die Patienten erleiden oft Knochenbrüche, die Skelettdeformierungen nach sich ziehen können.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verdickung des Schädels; der Kopfumfang nimmt zu. Sollten die Hirnnerven durch das Knochenwachstum beeinträchtigt werden, kann dies zu Schwerhörigkeit und Erblindung führen. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines bösartigen Knochentumors und sollten sich daher regelmäßig ärztlichen Kontrollen unterziehen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Andere Knochenerkrankungen wie beispielsweise Osteomalazie oder Knochenmetastasen führen zu ähnlichen Beschwerden.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt: Alternativ:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichmorgens, vor der ersten Mahlzeit (ca. 30 Minuten)
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichvor oder nach der Mahlzeit (ca. 2 Stunden)
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Während und 30 Minuten nach der Einnahme sollten Sie aufrecht stehen oder sitzen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 2 Monate. Nach dieser Zeit sollte eine Behandlungspause von 2 Monaten eingelegt werden.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kalziummangel im Blut kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Hilfstoff + Titandioxid
Wirkstoffstoff 30 mg Risedronat natrium
entspricht 27,84 mg Risedronsäure
Hilfstoff 131 mg Lactose-1-Wasser
entspricht 124,45 mg Lactose
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Crospovidon
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Macrogol 400
Hilfstoff + Hyprolose
Hilfstoff + Macrogol 8000
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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