IRESSA 250 mg Filmtabletten

IRESSA 250 mg Filmtabletten
Art.Nr.:
01249285
Packungsinhalt:
30 St Filmtabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
Reimport:
nein
Verfügbarkeit:
100

Rezeptpflichtiger Artikel


Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Gefitinib gehört zu den Proteinkinase-Hemmern und hemmt ein in den Zellen vorhandenes Zellmembranprotein, den so genannten EGF-Rezeptor (EGFR), der als Andockstelle (Rezeptor) für Wachstumsfaktoren fungiert. Die dadurch bewirkte Blockade der Signalwege über diese Rezeptoren führt zu einer Hemmung des Tumorwachstums. Gefitinib ist nur bei Patienten wirksam, in deren Tumoren eine Mutation im EGFR-Gen vorliegt.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Appetitlosigkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Erhöhte Leberwerte (ALAT)
- Hautreaktion
- Hautausschlag mit Eiterbläschen
- Immunbedingter Hautausschlag mit Juckreiz
- Trockene Haut (Xerodermie)
- Rissige Haut
- Rötlicher (erythematöser) Hautausschlag
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Bindehautentzündung
- Lidentzündung
- Trockene Augen
- Blutung
- Nasenbluten
- Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
- Erkrankung der Lungenbläschen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung)
- Flüssigkeitsmangel
- Mundtrockenheit
- Erhöhte Leberwerte (AST)
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Nagelerkrankung
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Überempfindlichkeit
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie)
- Harnblasenentzündung
- Fieber
- Hornhautabschilferung am Auge
- Wimpernwachstum
- Entzündung der Hornhaut am Auge (Keratitis)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Magen-Darm-Durchbruch
- Leberentzündung

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Lungenkrebs (nicht-kleinzellig, lokal fortgeschritten oder metastasiert, EGFR-TK mutiert)


Was ist das? - Definition
Der Bronchialkrebs oder im Fachdeutsch Bronchialkarzinom genannt, ist ein bösartiger Lungentumor, meist von den Zellen der Schleimhaut in den Bronchien ausgehend.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Lungenkrebs
 - Bronchialkarzinom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Lungenkrebs ist die häufigste Krebstodesursache beim Mann. Die Hauptursache des Lungenkrebses ist das Rauchen. Im Rauch einer Zigarette sind Stoffe enthalten, die in den Bronchien krebserzeugend wirken. Raucher haben, abhängig von der Dauer und Höhe des täglichen Zigarettenkonsums, ein bis zu 60fach erhöhtes Erkrankungsrisiko verglichen mit einem Nichtraucher.
Weit seltenere Ursachen des Lungenkrebses sind das Passivrauchen oder berufsbedingte Atemgifte (z.B. Asbest, Quarzstaub, Nickel).

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr, ein Bronchialkarzinom kann aber natürlich in jedem Alter auftreten.
Die Beschwerden beim Lungenkrebs ähneln denen der chronischen Bronchitis. Da viele langjährige Raucher an einer chronischen Bronchitis leiden, gehen sie oft erst spät zum Arzt. Deshalb wird Lungenkrebs oft erst in fortgeschritteneren Stadien festgestellt.
Folgende Symptome können auf Lungenkrebs hinweisen:
 - Über vier Wochen andauernder Husten, der sich unter Medikamenten nicht bessert.
 - Husten mit blutigem Auswurf.
 - Verschlechterung des Allgemeinzustandes, rasche Gewichtsabnahme ohne erkennbare Ursache, Appetitlosigkeit und Minderung der Leistungsfähigkeit.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Nicht selten besteht bei fortgeschrittenem Tumor zusätzlich eine begleitende Lungenentzündung, da durch den Tumor die Bronchien verengt sind. Verstopft der Tumor einen größeren Bronchus, können einzelne Lungenabschnitte nicht mehr belüftet werden. Folge ist eine Atemnot. Es kann begleitend zu einer Reizung des Rippenfells kommen. Dies äußert sich durch Schmerzen bei der Atmung. Führt die Reizung zur Ergussbildung im Lungenspalt, kann sich die Lunge nicht mehr richtig entfalten und die Atemnot verstärkt sich.
Der Lungenkrebs setzt Absiedlungen (die so genannten Metastasen) besonders in die Knochen und die Leber. Als Folge kann es zu Knochenbrüchen ohne größere Gewalteinwirkung kommen und zu Leberfunktionsstörungen.
Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, kann operiert werden. Meist wird zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt.
Was kann sonst noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Eine Tuberkulose macht ähnliche Beschwerden. Auch eine chronische Bronchitis kann sich mit Symptomen ähnlich denen eines Lungenkrebses äußern.

Verhaltenstipps
 - Nicht zu rauchen, oder das Rauchen aufzugeben ist die beste Vorbeugung gegen einen Lungenkrebs. Gibt man das Rauchen auf, sinkt das Risiko einer Erkrankung ab, erreicht aber nie ganz das Niveau eines Nichtrauchers. Deshalb ist Jugendlichen dringend zu raten, das Rauchen gar nicht erst anzufangen.
 - Symptome wie unklare Gewichtsabnahme, Leistungsminderung oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes können immer auf eine bösartige Erkrankung hinweisen und müssen von einem Arzt abgeklärt werden.
 - Ist die Tumorerkrankung fortgeschritten, leiden viele Betroffene unter oft starken Schmerzen. Wichtig ist daher eine wirksame Schmerztherapie. Oft sind sogar morphinhaltige Präparate nötig. Um eine möglichst andauernde Schmerzfreiheit zu erzielen ist es wichtig, diese Medikamente regelmäßig einzunehmen und nicht erst, wenn erneut Schmerzen auftreten.

Bearbeitungsstand: 20.06.2011

Quellenangaben:
Gerlach, Wagner, Wirth, Innere Medizin für Pflegeberufe, Thieme, (2006), 5. Aufl. - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Allgemeine Dosierungsempfehlung: Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Durchfall und Hautausschlag kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 250 mg Gefitinib
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
entspricht 163,5 mg Lactose
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Macrogol 300
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Magnesium stearat (pflanzlich)
Hilfstoff + Natriumdodecylsulfat
Hilfstoff + Povidon K29-32
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Cellulose, mikrokristalline
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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