LUDIOMIL 50 Filmtabletten

Art.Nr.:
02181307
Packungsinhalt:
100 St Filmtabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
RIEMSER Pharma GmbH
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nein
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Ihr Preis: 24,35 EUR
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Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem er die Wirkungsdauer von stimmungsaufhellend wirkenden Botenstoffen im Gehirn erhöht. Dadurch kann er Depressionen entgegenwirken.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Amaranth (E 123) und Ponceau 4R (E 124)).
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Verengung im Magenausgang
- Darmverschluss durch eine Darmlähmung
- Harnverhalt (akut)
- Delirium (Verwirrtheitszustand)
- Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Blutbildungsstörungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Erregungsleitungsstörungen am Herzen
- Neigung zu Krampfanfällen, wie bei:
 - Epilepsie
 - Hirnschäden
 - Alkoholmissbrauch
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Prostatavergrößerung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Stoffwechselerkrankungen, wie:
 - Schilddrüsenüberfunktion
 - Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Engwinkelglaukom

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
 - Übelkeit
 - Erbrechen
 - Durchfälle
 - Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Appetitsteigerung
- Gewichtszunahme
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Schlafstörungen, wie:
 - Schlaflosigkeit
 - Alpträume
- Müdigkeit
- Koordinationsstörung
- Zittern
- Muskelzuckungen
- Sprachstörungen
- Konzentrationsstörungen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Missempfindungen
- Manie
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
 - Depressionen
 - Selbstmordgedanken
 - Angstzustände
 - Nervosität
 - Unruhe
 - Erregung
 - Aggressives Verhalten
- Schwitzen
- Hitzewallungen
- Sehstörungen, wie:
 - Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation)
- Glaukomanfall (Erhöhung des Augeninnendrucks)
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
 - Hautausschlag
 - Nesselausschlag
- Hautblutungen, kleine punktförmige
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Niedriger Blutdruck
- Kollapsneigung bei evtl. zu starkem Blutdruckabfall
- Bluthochdruck
- Erregungsleitungsstörungen am Herzen
- Pulsbeschleunigung
- Herzklopfen
- Störungen beim Wasserlassen
- Harnverhalt
- Störungen der Sexualfunktion
- Fieber

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Depression, stark ausgeprägt
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn sich trotz Arzneimitteleinnahme Ihre Erkrankung verschlechtert, vor allem wenn Sie Gedanken entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.


Was ist das? - Definition
Meist phasenweise verlaufende psychische Erkrankung mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung und Ideenflucht.



Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Manie zählt zu den affektiven Störungen. Typisch sind daher stark veränderte Gefühlsäußerungen und überzogene Stimmungslagen:
 - Die Betroffenen sind euphorischer Stimmung, auch wenn kein entsprechender Anlass vorliegt. Sie sind gut gelaunt, heiter, fröhlich, ausgelassen und witzig. Häufig sind sie gute Unterhalter und fühlen sich bestens, ihr Selbstbewusstsein ist maßlos überzogen.
 - Typisch ist eine Antriebssteigerung, die zu Überaktivität, Rededrang, vermindertem Schlafbedürfnis und einem gesteigerten sexuellen Verlangen führt.
 - Der vermehrte Antrieb kann auch zu unüberlegten Handlungen wie maßlosen Einkäufen (20 Kleider, 15 Hosen o.ä.), Verschuldung oder undurchsichtigen Geschäftsabschlüssen führen.
 - Von Ideenflucht spricht man, wenn ein Maniker ständig neue Ideen hat, diese anfängt, aber nicht zu Ende bringt, weil er sich schon der nächsten Idee zuwendet.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Manie verläuft in Phasen, wobei diese Wochen bis Jahre dauern können. Nicht selten lösen bedeutende Ereignisse im Leben wie zum Beispiel eine Hochzeit, Scheidung, ein Stellenwechsel, der Tod eines nahen Angehörigen, Zerbrechen einer Beziehung, Arbeitslosigkeit oder ähnliches, einen Krankheitsschub aus. Sie können aber auch ohne äußere Ursachen auftreten.
In vielen Fällen kann die Erkrankung geheilt werden, doch Rückfälle sind nicht selten.


Verhaltenstipps
 - Fallen zuvor depressive Menschen plötzlich durch grundlos überzogen gute Stimmung auf, sollte man an eine manisch-depressive Erkrankung denken.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - Arolt, Reimer, Dilling, Basiswissen Psychiatrie und Psychotherpaie, Springer, (2011), 7. Auflage - S. Andreae et al., Gesundheits- und Krankheitslehre für die Altenpflege, Thieme, (2011), 3. Aufl.

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Psychische Erkrankung mit den Leitsymptomen Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Denkhemmung. Die Depression ist eine häufige psychische Erkrankung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - depressive Episode

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Meist handelt es sich um eine endogene Depression, deren Ursache nicht genau bekannt ist. Man vermutet eine Störung der Überträgerstoffe im Gehirn.
Manche Medikamente können depressive Verstimmungen auslösen, doch auch bei Organstörungen wie beispielsweise der Schilddrüsenunterfunktion oder im Rahmen einer neurologischen Erkrankung wie der Parkinsonerkrankung oder einer Demenz kann sich im Krankheitsverlauf eine Depression entwickeln.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Eine Depression kann sich ganz verschieden äußern. Als typisch gelten folgende Symptome:
 - die Stimmungslage ist niedergeschlagen und gedrückt, die Betroffenen fühlen sich "leer", können keine positiven Gefühle empfinden oder äußern.
 - Typisch ist eine Antriebshemmung. Depressive sind zu keiner Aktivität zu bewegen. Oft zeigt das Gesicht einen immer gleich bleibend traurigen Ausdruck. Am stärksten ausgeprägt ist diese Antriebshemmung am Morgen, sie bessert sich gegen Abend. Es scheint, als läge der Tag "wie ein großer Berg" vor ihnen.
 - Die Denkhemmung äußert sich durch verlangsamtes Denken ohne Einfälle, man spricht von "Grübelneigung".
 - Die Denkhemmung zeigt sich auch in einer verlangsamten, einfallslosen Sprache und Konzentrationsstörungen. Patienten sind nur wenig mitteilsam und sind zu keinem Gespräch zu motivieren.
 - Es können starke Ängste auftreten. Oft ist kein konkreter Anlass für die Angstgefühle zu finden.
Häufig bestehen neben den psychischen auch körperliche Beschwerden wie beispielsweise Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit, Kloßgefühl im Hals oder sexuelle Lustlosigkeit.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Depressionen zeigen oft einen stark schwankenden Verlauf. Nicht selten jahreszeitlich gebunden kommen Phasen normaler Stimmungslage neben Zeiten starker Depression vor. Tritt die Depression im Rahmen einer manisch-depressiven Erkrankung auf, können auf depressive auch manische Zustände folgen. Bei schweren Depressionen besteht eine erhöhte Selbstmordrate!


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion können ähnliche Symptome wie bei einer Depression vorherrschen.
Ängste sind bei vielen psychischen Erkrankungen anzutreffen. Bei konkreten, übersteigerten Ängsten spricht man von einer Phobie.


Verhaltenstipps
 - bestehen körperliche Beschwerden, für die keine organische Ursache zu finden ist, sollte man die Idee einer psychischen Erkrankung als Ursache nicht ausschließen.
 - fallen zuvor umgängliche Menschen durch unerklärliche Passivität, Interessenlosigkeit oder stete Traurigkeit auf, können dies Anzeichen einer Depression sein.


Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Gehlen, Delank, Neurologie, (2010), 12. Auflage - W.F. Haupt et al., Neurologie und Psychiatrie für Pflegeberufe, Thieme, (2009), 10. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert: Allgemeine Empfehlung - Behandlungsbeginn: Allgemeine Empfehlung - Folgebehandlung: Alternativ - Folgebehandlung: Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichabends, unabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene1 Tablette2-3 mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Erwachsene2-3 Tabletten1-mal täglichabends, unabhängig von der Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Herzrhythmusstörungen, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen und Atemstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 50 mg Maprotilin hydrochlorid
entspricht 44,19 mg Maprotilin
Hilfstoff + Maisstärke
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
Hilfstoff + Siliciumdioxid, hochdisperses
Hilfstoff + Copovidon
Hilfstoff + Calciumhydrogenphosphat-2-Wasser
Hilfstoff + Croscarmellose natrium
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Macrogol 4000
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff + Polysorbat 80
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Gelborange S
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