ROCALTROL 0,25 -m63g Weichkapseln

ROCALTROL 0,25 -m63g Weichkapseln
Art.Nr.:
02259914
Packungsinhalt:
100 St Weichkapseln
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
Reimport:
nein
Verfügbarkeit:
100

Rezeptpflichtiger Artikel


Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen Vitamin-D-Abkömmling, der zur Behandlung des Vitamin D-Stoffwechsels bzw. von Störungen des Kalzium-Haushaltes sowie zur äußerlichen Behandlung von Schuppenflechte eingesetzt wird. Calcitriol hemmt das Wachstum und die Vermehrung hornbildender Zellen (Keratinozyten) und verbessert die gestörte Zelldifferenzierung. Darüber hinaus unterdrückt Calcitriol die Produktion entzündungsfördernder Stoffe.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Überfunktion der Nebenschilddrüse
- Verdacht auf eine Vitamin D Überdosierung
- Vitamin-D-Vergiftung

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Für diese Altersgruppe liegen keine Dosierungsangaben vor.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie)
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Hautausschlag
- Harnwegsinfektion
- Appetitlosigkeit
- Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
- Verstopfung
- Muskelschwäche
- Gewichtsverlust
- Fieber
- Durst
- Unmäßiges Trinken
- Krankhaft gesteigerte Harnausscheidung
- Flüssigkeitsmangel
- Emotionsloser Zustand mit Interessenlosigkeit
- Wachstumsverzögerung
- Juckreiz (Pruritus)
- Nesselausschlag
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Herzrhythmusstörung
- Mundtrockenheit
- Psychische Symptome
- Schläfrigkeit
- Bewusstseinsstörungen
- Muskelschmerzen
- Knochenschmerzen
- Nierensteinbildung
- Kalkablagerungen in der Niere
- Verkalkungen
- Bindehautentzündung
- Dystrophie
- Missempfindungen
- Emotionsloser Zustand mit Interessenlosigkeit
- Wachstumsstillstand

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus)
- Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Niereninsuffizienz unter Dialyse (renale Osteopathie)
- Hypophosphatämische Rachitis (Vitamin D-resistente Rachitis)


Was ist das? - Definition
Sind die Nieren nur noch eingeschränkt in der Lage, harnpflichtige Substanzen (wie z.B. Abfallprodukte des Stoffwechsels) auszuscheiden, spricht man von einer Niereninsuffizienz. In chronischer Form schreitet die Erkrankung langsam voran, und kann bleibende Schäden verursachen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
Es wird zwischen zwei Formen unterschieden:
 - akute Niereninsuffizienz
 - chronische Niereninsuffizienz

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Ursachen für eine akute Niereninsuffizienz sind vielfältig. Häufig geht die Erkrankung auf vorausgehende Infektionen, Autoimmun-, Gefäß- sowie erworbene oder angeborene Nierenerkrankungen zurück.
Auch für die chronische Niereninsuffizienz sind in den meisten Fällen vorangegangene Erkrankungen der Niere oder Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus die Auslöser.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Ist die Nierenfunktion nur leicht eingeschränkt, zeigen sich häufig noch keine Symptome. Allenfalls klagen die Patienten über unspezifische Beschwerden wie Mattigkeit oder Leistungsschwäche. Hingegen sammeln sich bei fortschreitendem Nierenversagen zunehmend harnpflichtige Stoffe im Körper an, die zu Appetitlosigkeit, Juckreiz, Knochen- und Muskelschmerzen wie auch Muskelkrämpfe führen. Wasseransammlungen (Ödeme), Bluthochdruck und Störungen der Magen-Darm-Funktion zählen ebenfalls zu den charakteristischen Kennzeichen der fortgeschrittenen Erkrankung.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine chronische Niereninsuffizienz schreitet langsam, aber unaufhaltsam voran. Das Leiden führt zum Absterben von Nierengewebe, wodurch die Nieren zunehmend schrumpfen (Schrumpfniere), bis sie ihre Funktion schließlich ganz verlieren.

Verhaltenstipps
Liegt eine Nierenschwäche vor, ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen. Neben der medikamentösen Therapie sind insbesondere beim chronischen Verlauf diätetische Maßnahmen sinnvoll. Diese müssen aber unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Unter Osteomalazie versteht man die Verringerung der Knochendichte auf Grund eines Mangels an Vitamin D.
Kommt es während des Wachstums, also bei Kindern, zu einem Vitamin-D-Mangel mit den damit bedingten Verwachsungen, spricht man von Rachitis.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Knochenerweichung
 - Rachitis (bei Kindern)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und spielt deshalb eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Vitamin D kann einerseits durch die Nahrung aufgenommen werden, andererseits kann es der Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst bilden.
Zum Vitamin D-Mangel kann es durch fehlerhafte Ernährung, z.B. bei einer rein vegetarischen Ernährung, und bei bettlägerigen Patienten auf Grund der fehlenden Sonneneinstrahlung kommen. Seltenere Ursachen sind eine mangelhafte Aufnahme des Vitamins im Magen-Darm-Trakt oder eine fehlerhafte Umwandlung des Vitamins im Körper auf Grund schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörungen.
Folge des Vitaminmangels ist ein verringerter Einbau von Calcium in den Knochen und damit eine Verringerung der Knochendichte. Bei Kindern nennt man dieses Krankheitsbild Rachitis, bei Erwachsenen Osteomalazie.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Betroffen sind meist alte, bettlägerige oder immobile Menschen.
Die Osteomalazie ist eine schleichende Krankheit, die Beschwerden entwickeln sich über Monate oder Jahre. Typisch sind den ganzen Körper betreffende Knochenschmerzen verbunden mit Muskelschwäche. Langfristig kommt es durch die Knochenerweichung zu Knochenfehlstellungen. Folge sind beispielsweise O-Bein-Bildung, eine zunehmende Krümmung der Wirbelsäule oder Verschiebungen im Becken.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Unter hoch dosierter Therapie mit Vitamin D und Calcium verschwinden die Beschwerden rasch.
Ist es zu starken Knochenfehlstellungen gekommen, ist unter Umständen eine operative Korrektur zum Erhalt der Knochenstabilität nötig.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Bei einer Osteoporose kommt es ebenfalls zu Knochenschmerzen. Doch diese sind hauptsächlich im Rücken lokalisiert. Im weiteren Verlauf sind Knochenbrüche und eine zunehmende Krümmung der Wirbelsäule typisch.
Bei der Fibromyalgie, einer Form des Weichteilrheumatismus, sind generelle Schmerzen typisch.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Früher wurde Lebertran bei Vitamin D-Mangel verordnet. Auch Seefisch oder verschiedene Fleischsorten enthalten Vitamin D.
 - Doch nicht nur Vitamin D, auch eine ausreichende Calciumzufuhr ist zum Knochenaufbau wichtig. Zum Erhalt der Knochenstabilität benötigen Erwachsene täglich 1000-1500 mg Calcium. 500 ml Milch (2,5 Gläser) und 50 g Hartkäse (ca. 2 Scheiben) decken den täglichen Calciumbedarf.
 - Allein durch die Nahrung den täglichen Bedarf an Vitamin D zu decken ist schwierig. Deshalb sollten alte und bettlägerige Menschen, die nicht mehr oder nur noch selten an die frische Luft kommen, regelmäßig Vitamin D in Tablettenform einnehmen um einer Osteomalazie vor zu beugen.


Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Wülker, Orthopädie und Unfallchirurgie, Thieme, (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Die optimale Tagesdosis muss für jeden Patienten sorgfältig ermittelt werden. Alle Indikationen-Anfangsdosis:
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Kapsel1-mal täglichmorgens zur Mahlzeit
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu erhöhten Kalziumwerten im Blut mit Schwäche, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Abgespanntheit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Kapsel.

entspricht + Stärke-Hydrolysat, hydriert
entspricht + Mannitol
entspricht + Sorbitol
Hilfstoff + Karion380 83
Hilfstoff + Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
Hilfstoff + Eisen(III)-oxid
Hilfstoff + Titandioxid
Hilfstoff + Glycerol 85%
Hilfstoff + Gelatine
Hilfstoff + Triglyceride, mittelkettige
Hilfstoff + Butylhydroxytoluol
Hilfstoff + Butylhydroxyanisol
Wirkstoffstoff 0,25 Mikrogramm Calcitriol
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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