TERAZOFLO 2 mg Tabletten

Art.Nr.:
00016573
Packungsinhalt:
98 St Tabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
Teva GmbH
Reimport:
nein
Lagerbestand:
1000
Ihr Preis: 25,35 EUR
inkl. 19 % MwSt.
 
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Terazosin gehört zu den so genannten Alpha-Rezeptorenblockern und wird zur Behandlung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung eingesetzt. Terazosin entspannt die glatte Muskulatur von Prostata und Harnröhre und verbessert so den Harnfluss. Darüber hinaus hat Terazosin eine blutdrucksenkende Wirkung.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit beim Wasserlassen in der Vorgeschichte

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Drehschwindel
- Schwindelgefühl
- Benommenheit
- Regulationsstörung des Blutdrucks
- Brustkorbschmerzen
- Brustenge (Angina pectoris)
- Herzklopfen
- Atemnot
- Verstopfte Nase
- Schnupfen
- Nasenbluten
- Übelkeit
- Potenzstörung
- Gestörter Samenerguss
- Blut in der Samenflüssigkeit
- Müdigkeit
- Allgemeine Schwäche
- Wahrnehmungsbeeinträchtigung
- Stimmungsbeeinträchtigung
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Nervosität
- Schläfrigkeit
- Missempfindungen
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Schmerzen im Arm oder im Bein
- Rückenschmerzen
- Mangelhaftes oder fehlendes Anschwellen des männlichen Gliedes (Impotenz)
- Wassereinlagerung in Beinen und/oder Armen
- Schleimhautschwellungen
- Starre
- Vermindertes sexuelles Verlangen
- Kopfschmerzen
- Ohnmachtsanfall
- Sehstörung
- Farbenblindheit
- Verschwommenes Sehen
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Verstopfung
- Durchfall
- Erbrechen
- Juckreiz (Pruritus)
- Hautreaktion
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Störungen beim Wasserlassen
- Anhaltende schmerzhafte Versteifung (Erektion) des männlichen Gliedes
- Wassereinlagerung (Ödem)
- Gewichtszunahme
- Depression
- Hautausschlag

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Blasenentleerungsstörung bei Prostatavergrößerung
- Gutartig vergrößerte Prostata (benigne Prostatahyperplasie)
- Leichter bis mittelschwerer Bluthochdruck


Was ist das? - Definition
Unfähigkeit, die Harnblase auf natürlichem Wege zu entleeren.



Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Wand unserer Harnblase besteht aus Muskeln. Abgedichtet wird sie von zwei Schließmuskeln, welche eine unwillkürliche Blasenentleerung verhindern.
Der plötzliche Harnverhalt ist meist Folge einer Prostatahyperplasie, einer gutartigen Prostatavergrößerung. Denn die Harnröhre wird teilweise von der Prostata umhüllt. Wachsen die harnröhrennahen Anteile der Prostata, kann die Harnröhre so stark eingeengt werden, dass kein Urin mehr abfließen kann.
Ein Prostatakarzinom, die bösartige Prostatavergrößerung, kann aus den gleichen Gründen zum Harnverhalt führen.
Bei Schädigung der Nerven, welche die Harnblase versorgen, kann der Betroffene die Harnblase aufgrund der fehlenden nervösen Steuerung der Schließmuskeln nicht entleeren.
Liegt eine Verengung der Harnröhre, z.B. als Folge einer Verletzung vor, so fließt der Urin natürlich nicht ab.
Eine sicher seltene Ursache der Blasenentleerungsstörung kann ein Fremdkörper in der Harnröhre, beispielsweise eine verrutschte Spirale zur Empfängnisverhütung sein.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Typisch sind plötzliche, heftigste Bauchschmerzen verbunden mit der Unfähigkeit, Wasser zu lassen. Die Blase ist als Vergrößerung im Unterbauch tastbar.
Beim Harnverhalt wird die Blasenmuskulatur massiv überdehnt und es kommt zu einem Versagen des Schließmuskels. Die Folge ist eine Überlaufblase. Immer wieder gehen unwillkürlich kleine Mengen Urin ab. Vergleichbar mit dem Überlaufventil am Waschbecken.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die überfüllte Blase muss über einen Katheter entleert werden, die Schmerzen nehmen dann sofort ab. Im Anschluss sollte natürlich die Ursache des Harnverhaltes behandelt werden.
Bei Querschnittsgelähmten liegt eine spastische Lähmung der Blasenmuskulatur vor. Sie müssen die Blase ebenfalls regelmäßig über einen Einmalkatheter entleeren.
Wird eine Überlaufblase nicht behandelt, kann sich der Urin bis in die Nieren zurück stauen und zur Nierenschädigung führen.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Bei bekannter Blasenentleerungsstörung, beispielsweise aufgrund einer Prostatahyperplasie sollten ungewohnt große Trinkmengen vermieden werden. Denn bei überfüllter Blase ist die Muskulatur überdehnt und bringt die Kraft nicht mehr auf, den Harn zu entleeren.
 - Um einen Harnverhalt zu verhindern, sollte bei Anzeichen einer Blasenentleerungsstörung frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Herold, Innere Medizin, Herold, (2011) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Gutartige Prostatavergrößerung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Prostatahypertrophie
 - Prostataadenom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Prostata ist in etwa kastaniengroß und umschließt die Mündung des Samenleiters in die Harnröhre, diese zieht durch die Prostata hindurch. Beim Samenerguss produziert die Prostata ein Sekret, welches die Spermien beweglich macht.
Die Prostatavergrößerung ist eine typische Erkrankung des älteren Mannes. Etwa 50% aller Männer über 60 sind betroffen, bei 80-jährigen sogar 90%. Wieso es im Alter zum Wachstum der Prostata kommt ist nicht genau bekannt. Man vermutet ein Ungleichgewicht zwischen den männlichen und weiblichen Hormonen. Die Folge ist ein Wachstum besonders der harnröhrennahen Drüsenanteile.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Vergrößerung der Prostata führt zu einer Einengung der Harnröhre. In Folge dessen kommt es zu Harnentleerungsstörungen:
 - Der Harnstrahl setzt verzögert ein, verliert an Kraft und die Zeit, die zum Wasserlassen benötigt wird, nimmt zu. Nach dem Wasserlassen kommt es zum Nachträufeln und dem Gefühl, die Blase sei nicht vollständig entleert.
 - Der Betroffene berichtet über häufiges Wasserlassen kleiner Portionen.
 - Nicht selten wird über nächtliches Wasserlassen geklagt.
 - In ausgeprägten Fällen entwickelt sich eine Überlaufblase. Es kommt zum unwillkürlichen Harnabgang, der sich nicht kontrollieren lässt.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Da eine Prostatavergrößerung häufig schon in den Anfangsstadien medikamentös oder operativ behandelt wird, sind Komplikationen eher selten:
 - Wenn sich die Blase nicht vollständig entleert ist der in der Blase verbleibender Harn ein idealer Nährboden für Bakterien, deshalb kann es zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten kommen.
 - Der Blasenmuskel versucht durch einen erhöhten Druck, den Urin durch die eingeengte Harnröhre zu pressen. Ähnlich wie beim Bodybuilding verdickt sich dadurch der Muskel, man spricht von einer Balkenblase. In der Blasenwand können sich Blasendivertikel, Ausstülpungen der Blasenmuskulatur, bilden.
 - Staut sich der Urin bis in die Niere zurück, kann sich eine Nierenschwäche entwickeln.
 - Nicht selten wird eine Prostatahyperplasie erst durch einen akuten Harnverhalt entdeckt. Es kommt zu heftigen Bauchschmerzen und der Betroffene ist unfähig Wasser zu lassen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auch beim Prostatakrebs vergrößert sich die Prostata. Allerdings wachsen eher die harnröhrenfernen Anteile, so dass es hier erst spät zu Symptomen einer Harnentleerungsstörung kommt.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Leichte Beschwerden lassen sich mit pflanzlichen Präparaten wie Kürbiskernen, Sägepalmfrüchten oder Brennnesselextrakten bessern.
 - Ungewohnt große Trinkmengen sollten vermieden werden. Denn bei überfüllter Blase ist die Muskulatur überdehnt und bringt die Kraft nicht mehr auf, den Harn zu entleeren. Folge ist ein äußerst schmerzhafter Harnverhalt.
 - Nehmen die Beschwerden zu, sollte zur Verhinderung von Komplikationen frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Gutartige Prostatavergrößerung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Prostatahypertrophie
 - Prostataadenom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Prostata ist in etwa kastaniengroß und umschließt die Mündung des Samenleiters in die Harnröhre, diese zieht durch die Prostata hindurch. Beim Samenerguss produziert die Prostata ein Sekret, welches die Spermien beweglich macht.
Die Prostatavergrößerung ist eine typische Erkrankung des älteren Mannes. Etwa 50% aller Männer über 60 sind betroffen, bei 80-jährigen sogar 90%. Wieso es im Alter zum Wachstum der Prostata kommt ist nicht genau bekannt. Man vermutet ein Ungleichgewicht zwischen den männlichen und weiblichen Hormonen. Die Folge ist ein Wachstum besonders der harnröhrennahen Drüsenanteile.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Vergrößerung der Prostata führt zu einer Einengung der Harnröhre. In Folge dessen kommt es zu Harnentleerungsstörungen:
 - Der Harnstrahl setzt verzögert ein, verliert an Kraft und die Zeit, die zum Wasserlassen benötigt wird, nimmt zu. Nach dem Wasserlassen kommt es zum Nachträufeln und dem Gefühl, die Blase sei nicht vollständig entleert.
 - Der Betroffene berichtet über häufiges Wasserlassen kleiner Portionen.
 - Nicht selten wird über nächtliches Wasserlassen geklagt.
 - In ausgeprägten Fällen entwickelt sich eine Überlaufblase. Es kommt zum unwillkürlichen Harnabgang, der sich nicht kontrollieren lässt.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Da eine Prostatavergrößerung häufig schon in den Anfangsstadien medikamentös oder operativ behandelt wird, sind Komplikationen eher selten:
 - Wenn sich die Blase nicht vollständig entleert ist der in der Blase verbleibender Harn ein idealer Nährboden für Bakterien, deshalb kann es zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten kommen.
 - Der Blasenmuskel versucht durch einen erhöhten Druck, den Urin durch die eingeengte Harnröhre zu pressen. Ähnlich wie beim Bodybuilding verdickt sich dadurch der Muskel, man spricht von einer Balkenblase. In der Blasenwand können sich Blasendivertikel, Ausstülpungen der Blasenmuskulatur, bilden.
 - Staut sich der Urin bis in die Niere zurück, kann sich eine Nierenschwäche entwickeln.
 - Nicht selten wird eine Prostatahyperplasie erst durch einen akuten Harnverhalt entdeckt. Es kommt zu heftigen Bauchschmerzen und der Betroffene ist unfähig Wasser zu lassen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auch beim Prostatakrebs vergrößert sich die Prostata. Allerdings wachsen eher die harnröhrenfernen Anteile, so dass es hier erst spät zu Symptomen einer Harnentleerungsstörung kommt.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Leichte Beschwerden lassen sich mit pflanzlichen Präparaten wie Kürbiskernen, Sägepalmfrüchten oder Brennnesselextrakten bessern.
 - Ungewohnt große Trinkmengen sollten vermieden werden. Denn bei überfüllter Blase ist die Muskulatur überdehnt und bringt die Kraft nicht mehr auf, den Harn zu entleeren. Folge ist ein äußerst schmerzhafter Harnverhalt.
 - Nehmen die Beschwerden zu, sollte zur Verhinderung von Komplikationen frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von Bluthochdruck spricht man, wenn die Blutdruckwerte über 140/90 mmHg liegen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Hypertonus
 - arterielle Hypertonie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Unter Blutdruck versteht man die Kraft, welche das Blut auf die Wände der Gefäße ausübt. Er setzt sich aus zwei Anteilen zusammen:
 - Der erste Anteil ist der systolische oder "obere" Blutdruckwert. Dies ist der Druck, den das Herz aufbringen muss, um das Blut aus dem Herz in den Körperkreislauf zu pumpen.
 - Der zweite Anteil ist der in den Gefäßen herrschende Blutdruck, der so genannte diastolische oder "untere" Blutdruckwert. Der Wert wird gemessen, wenn nach einer durch das Herz erzeugten "Druckwelle" die Gefäße wieder erschlaffen bevor die nächste Welle kommt.
Unser Blutdruck schwankt sehr häufig. So muss man beachten, dass bei körperlicher Arbeit, Aufregung oder durch Genussmitteln wie Tee oder Kaffee eine kurzfristige Blutdruckerhöhung ganz normal ist. Manchmal sind die Blutdruckwerte nur in Anwesenheit des Arztes oder des Pflegepersonals erhöht (so genanntes "Weißkittelsyndrom"). Deshalb ist ein einmalig erhöhter Blutdruck noch nicht behandlungsbedürftig. Das wirkliche Vorliegen eines Bluthochdruckes wird erst nach wiederholt erhöhten Werten oder nach einer Langzeitblutdruckmessung (Blutdruckmessung über 24 Stunden) fest gemacht.
Der Bluthochdruck mit den Folgekrankheiten ist eines der wichtigsten gesundheitlichen Probleme in den Industrieländern. Sehr viele, besonders ältere Menschen, sind davon betroffen. In den meisten Fällen ist die Ursache des Bluthochdrucks unklar. Diese Form des Bluthochdrucks ist oft vererbt. Rauchen, Übergewicht, übermäßiger Alkoholgenuss und Stress fördern die Krankheitsentstehung. Ein Arzt sollte jedoch auch nach anderen "greifbaren" Ursachen suchen, besonders bei jungen Menschen. In Frage kommen dabei vor allem Erkrankungen der Nieren oder hormonelle Störungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion. In manchen Fällen kann ein erhöhter Blutdruch auch eine Arzneimittelnebenwirkung sein, zum Beispiel durch die Pille oder durch Cortison-Präparate.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Hypertonie ist eine heimtückische Krankheit, weil sie meistens keine Beschwerden verursacht und oft zufällig oder im Rahmen von Folgeerkrankungen diagnostiziert wird. Allenfalls sehr allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Ohrensausen, Herzrasen oder Sehstörungen werden bemerkt.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Eine häufige Komplikation ist die "hypertensive Krise", eine plötzliche Blutdrucksteigerung auf Werte über 230/120 mmHg. Bei solch hohen Blutdruckwerten beklagen die Betroffenen oft plötzlichen Schwindel, starke Kopfschmerzen, Herzschmerzen, unstillbares Nasenbluten. Diese stark erhöhten Blutdruckwerte müssen rasch gesenkt werden, denn es kann infolge der plötzlichen Organbelastung zu einer der folgenden Komlikationen kommen:
 - Plötzliche Linksherzschwäche, bedingt durch eine plötzliche Überbeanspruchung des Herzens, vor allem der linken Herzkammer, die das Blut in den Kreislauf pumpt.
 - Hirnblutung oder Schlaganfall.
 - Herzinfarkt.
Bei langjährigem Bluthochdruck kann es zu folgenden Organveränderungen kommen:
 - Da der linke Herzanteil immer gegen einen erhöhten Druck in den Arterien ankämpfen muss, wenn er das Blut in den Kreislauf pumpt, kommt es langfristig zur Linksherzschwäche.
 - Der hohe Blutdruck schädigt die Gefäßinnenwände und gilt damit als der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung einer Arteriosklerose, das heißt einer Einengung der Blutgefäße durch Ablagerungen und Verdickung der Gefäßwände mit Elastizitätsverlust.
 - Besonders die kleinen Blutgefäße werden bei hohem Blutdruck stark geschädigt, deshalb kann es am Auge zu Netzhautschäden bis hin zur Erblindung kommen. Auch an der Niere können sich Schäden bis zum Nierenversagen bilden.

Verhaltenstipps
Vor dem Beginn einer medikamentösen Therapie sollte versucht werden, den Blutdruck durch allgemeine Maßnahmen oder Ernährungsumstellungen zu senken. Dazu gehören:
 - Ein geregelter Schlafrhythmus.
 - Die Vermeidung von Stress.
 - Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft: Wichtig zum Training des Herz-Kreislaufsystems.
 - Absetzen oder komplettes Vermeiden von Genussmitteln wie Zigaretten, Kaffee, Tee oder Alkohol.
 - Gewichtsabnahme bei Übergewicht.
 - Kochsalzarme Diät: Sie ist sehr wichtig, denn Salz bindet Wasser im Körper und wirkt somit blutdruckerhöhend. Es sollten daher insbesondere keine Konserven- oder Fertiggerichte verwendet werden, da sie sehr salzhaltig sind und man sollte das Essen nicht nachsalzen.
 - Roher Knoblauch soll blutdrucksenkend wirken. Allerdings erst bei einem Genuss von mindestens 4 Gramm frischen Knoblauch täglich.
 - Wenn die Blutdruckwerte sehr hoch sind, sollte man versuchen, sich zu entspannen und Ruhe zu bewahren. Wenn die Blutdruckwerte nach 15 - 30 Minuten nicht gesunken sind, sollte der Arzt verständigt werden.

Bearbeitungsstand: 30.07.2012

Quellenangaben:
Mutschler, Arzneimittelwirkungen, Wiss.Verl.-Ges., (2008), Aufl. 9 - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Erstdosis: Die erste Tablette einer Wirkstärke sollte abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Bluthochdruck: Das Arzneimittel ist vor allem für die Folgebehandlung geeignet. Für den Behandlungsbeginn stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Bluthochdruck: Folgebehandlung: Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Blasenentleerungsstörung infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung: Behandlungsbeginn (1.-7. Tag der Therapie): Es stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Blasenentleerungsstörung infolge einer gutartigen Prostatavergrößerung: Behandlungsbeginn (8.-21. Tag der Therapie): Folgebehandlung: Es stehen Arzneimittel mit einem geeigneteren Wirkstoffgehalt zur Verfügung. Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert: Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichmorgens
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichmorgens
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel wird zur Langzeitbehandlung angewendet.

Überdosierung?
Es kann zu einem Blutdruckabfall unter Umständen mit Ohnmachtsanfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Hilfstoff + Crospovidon
Hilfstoff + Povidon K30
Hilfstoff + Maisstärke
Hilfstoff + Chinolingelb
Hilfstoff + Magnesium stearat
Hilfstoff + Talkum
Hilfstoff + Lactose-1-Wasser
entspricht 2 mg Terazosin
Wirkstoffstoff 2,37 mg Terazosin hydrochlorid-2-Wasser
Ihre Frage zum Produkt


*
Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich willige ein, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und Zuordnung für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden.
Sie können diese Einwilligung jederzeit per E-Mail oder telefonisch widerrufen.

Kundenrezensionen

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

von 1267 Artikel in dieser Kategorie